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Antikriegstag 2022

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Gedenkveranstaltung – 80 Jahre Deportationen aus Darmstadt

Reden der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die 1942/1943 aus Darmstadt deportierten Juden, Roma und Sinti

Stadtrat Michael Kolmer

Meine Damen und Herren, sehr geehrte Anwesende,

fast auf den Tag genau heute vor 80 Jahren, am 27. September 1942, sind vor aller Augen, nicht etwa heimlich oder getarnt – nein, für alle gut erkennbar – mehr als 1.000 Menschen mit jüdischem Glauben oder jüdischen Wurzeln gezwungen worden, ihre Heimat zu verlassen. Ziel des Zuges, der hier vom Darmstädter Güterbahnhof abging, war das Konzentrationslager Theresienstadt.

Beitrag von Heike Hofmann

Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der großen Deportation in Darmstadt

Herr Oberbürgermeister, 
Frau Dreesen, 
meine Damen und Herren, 

mit dieser Veranstaltung gedenken wir den vor 80 Jahren, 1942 und 1943, aus Darmstadt deportierten Juden, Sinti und Roma. 

Begünstigt durch den sogenannten modernen Antisemitismus, der etwa 1870 in Europa stand, den 1. Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise 1929-1932, strebte die NSDAP unter Adolf Hitler seit ihrer Gründung die Ausgrenzung und Vertreibung der Juden aus der sogenannten „Deutschen Volksgemeinschaft“ an. 

Rede von Renate Dreesen am 25.9.2022

Initiative Gedenkort Güterbahnhof Darmstadt

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Hofmann,
sehr geehrter Herr Kolmar,
liebe Maria Strauß,
lieber Romano Strauß.
Lieber Daniel Neumann,

Sehr geehrte Damen und Herrn, 
liebe Freunde!

Seit über 25 Jahren finden jährlich Gedenkveranstaltungen am Güterbahnhof statt. Anlass für unsere jährlichen Veranstaltungen am letzten Sonntag im September sind die Deportationen vom 27. und 30. September 1942, mit mehr als 2000 Juden aus Darmstadt und dem ehemaligen Volksstaat Hessen in die Konzentrations- und Vernichtungslager. 

Der erste Transport vom 20.3.42 mit 1000 Opfern fand vor 80 Jahren statt und ging nach Lublin. Unter den Deportierten befanden 164  Juden aus Darmstadt, sie waren alle jünger als 65. Zur Tarnung des Transports als Umsiedlung zum Arbeitseinsatz wurde ein Waggon mit Nähmaschinen angehängt. Am 27.9.42 verließ der zweite Transport mit 1288 Juden den Darmstädter Güterbahnhof, unter ihnen 188 aus Darmstadt; Ziel war Theresienstadt. Bereits am 30.9. folgte eine weitere Deportation mit 883 Menschen in die Vernichtung nach Polen.

Beitrag der LIO

Guten Morgen meine Damen und Herren,

Wir sind die Geschichtensammler der Justus-Liebig-Schule.
Wir sind eine Gruppe freiwilliger Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Mathieu.

Wir befragen regelmäßig Zeitzeugen. Diese Gespräche schreiben wir auf und unser Ziel ist es später mal ein ganzes Buch darüber zu veröffentlichen.

In diesem Rahmen haben wir im Mai diesen Jahres Schüler und Lehrer der nordfranzösischen Stadt Évereux getroffen. Mit ihnen zusammen sind wir nach Mauthausen, einem der Konzentrations­lager in Österreich, gefahren. Dort haben wir uns die beklemmende Historie angeschaut und Eindrücke gesammelt.

Knapp zwei Wochen später sind wir nach Évereux gereist und waren Teil der D-Day- Zeremonien. Auch konnten wir dort fast 100 Jahre alte Veteranen antreffen und kurz mit ihnen Reden.

Wir haben dort auch – teils französisch , teils deutsch-„die Moorsoldaten“ gesungen.
Wenn Sie das auch einmal hören wollen, sind Sie recht herzlich zu unserer
Gedenkveranstaltung auf unserem Schulhof der Justus-Liebig-Schule am 30.9.um 9.45 eingeladen. Dort gedenken wir der dort im Zwischenlager gesammelten Juden 1942.

Vielen Dank für Ihren Aufmerksamkeit und
wir würden uns freuen wenn Sie kommen!

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