NSU-MONOLOGE der Bühne für Menschenrechte

Am Mittwoch, 25.9.2019 im Mühlbergheim in Pfungstadt, Kantsraße 21 Beginn 19.00 Uhr, Eintritt frei

Fünf Jahre nach Bekanntwerden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erzählen die „NSU-MONOLOGE“ von den jahrelangen Kämpfen von drei Familien der Opfer des NSU – von Elif Kubasik, Adile Simsek und Ismail Yozgat, von ihrer Willensstärke, das Ansehen ihrer Familienangehörigen gegen alle Angriffe und Versuche der Kriminalisierung und Demütigungen zu verteidigen. 

„NSU-MONOLOGE“ sind dokumentarisches, wortgetreues Theater und liefern uns sehr intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um die Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.

Bunt ohne Braun im Landkreis Darmstadt-Dieburgfordert die Offenlegung der NSU-Akten in Hessen

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NSU 2.0 – Rechtsextremistisches Netzwerk bei Polizei und Bundeswehr

Referenten sind Seda Basay-Yildiz und Mehmet Daimagüler,

Opferanwälte der Nebenklage, berichten über aktuelle Vorkommnisse zu NSU 2.0

Sind Rechtsextreme Verbindungen bei Polizei und Bundeswehr ein Tabu-Thema?

In Hessen wurden seit dem Bekanntwerden rechtsextremer Umtriebe bei Polizeibeamten 38 Polizisten vom Dienst suspendiert. 

Gegen sie laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaften und Disziplinarverfahren.

Welche Anziehung haben Polizei und Bundeswehr bei Rechtsextremisten? 

Welche rechten Netzwerke gibt es? 

Warum werden die NSU Akten weiter unter Verschluss gehalten, jetzt nicht mehr 120 Jahre, sondern nur 30 Jahre? 

Wird hier nicht das Vertrauen in den Rechtsstaat nachhaltig beschädigt? Diesen Fragen soll in der Veranstaltung nachgegangen werden.

Am 13.9.2019 in Dieburg im Vortragssaal des Landratsamtes, Raum 1207

Beginn: 19.00 Uhr, Eintritt frei

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Gedenkveranstaltung am 29. September 2019

Zur Erinnerung an die aus Darmstadt deportierten Juden und Sinti 1942/1943

 Sonntag, 29.09.2019

Beginn: 11.00 Uhr

am Güterbahnhof Darmstadt

Kirschenallee/Ecke Bismarckstraße

Plakat Gedenken 2019ik.2docx
Gedenken 2019Pr

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Gegen den Entzug der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA

Erklärung des Forums der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und -initiativen in Deutschland und der Arbeitsgemeinschaft KZ-Gedenkstätten, verabschiedet auf der 8. bundesweiten Gedenkstättenkonferenz in Flossenbürg (Oberpfalz)

Wir fordern, dass die VVN-BdA als eingetragener Verein die Gemeinnützigkeit weiterhin und dauerhaft behält. Das fordern wir auch für alle Organisationen und Vereine, die sich durch ihr Engagement für eine demokratische Gesellschaft, gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus einsetzen. 

Dem Bundesverband der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes /Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) wurde im November die Gemeinnützigkeit entzogen. Das Berliner Finanzamt für Körperschaften stützt sich dabei im Wesentlichen auf eine Nennung der VVN-BdA im Bayrischen Verfassungsschutzbericht aus dem Jahr 2016.  

Für uns war und ist die VVN-BdA ein wichtiger Partner und Akteur in der Gedenkarbeit. Von Überlebenden der Konzentrationslager und Gefängnisse 1947 gegründet, setzt sich die VVN-BdA nicht nur für die Erinnerung an die Opfer und Orte der NS-Verbrechen ein, sondern sie war in vielen Bundesländern Gründungsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten. Sie nimmt auch in der Gegenwart eine wichtige Rolle wahr, engagiert sich gegen einen zunehmenden gesellschaftlichen Rechtsruck, mit dem auch die Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit konfrontiert ist. Für Gedenk- und Vortragsveranstaltungen sowie Zeitzeugengespräche ist die Zusammenarbeit mit der VVN-BdA von großer Bedeutung – sie trägt zu einer demokratischen Erinnerungskultur bei. Ein Entzug der Gemeinnützigkeit verhindert dieses ehrenamtliche Engagement und muss deshalb zurückgenommen werden.

Eine demokratische und zivilgesellschaftliche Erinnerungskultur wird vielfach von gemeinnützigen Vereinen getragen und darf nicht dadurch geschwächt werden, dass man Gemeinnützigkeit immer enger definiert. Wir protestieren gegen dieses fatale geschichtspolitische Signal und fordern die Rücknahme der Entscheidung des Berliner Finanzamtes für Körperschaften!

Flossenbürg, 5.12.2019

Forum der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und -initiativen in Deutschland
Andreas Ehresmann, Kirsten John-Stucke, Dr. Harald Schmid, Dr. Rainer Stommer (Sprecherrat)

Arbeitsgemeinschaft KZ-Gedenkstätten – Prof. Dr. Detlef Garbe (Sprecher)

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